Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Hier finden Sie die Antworten auf häufig gestellte Fragen.
Wenn Sie eine Frage anklicken, öffnet sich ein Textfeld mit der Antwort.
1.
Welche technischen Voraussetzungen muss man haben, um sinnvolle Unterrichtsvorhaben mit neuen Medien durchzuführen?
Die Ausstattung ist mit Computerräumen bzw. Laptopklassen usw. an den meisten Schulen in Deutschland schon vorhanden. Die Mehrzahl von Unterrichtseinheiten, die gezielte Medienkompetenzen der Schüler bewirken, lässt sich daher mit der vorhandenen Ausstattung und guten Ideen umsetzen.
2.
Warum heißt das Projekt „Schule interaktiv“?
Der Projektname „Schule interaktiv“ wurde ausgewählt, weil in diesem Projekt ganze Schulen über alle Fachbereiche hinweg eingebunden werden und Interaktion auf allen Ebenen stattfindet. Lehrer tauschen sich über Fächergrenzen hinweg aus. Die Lehrer/Schüler-Interaktion gewinnt z.B. über Lehrerfortbildungen, die von Schülern durchgeführt werden, neue Qualität, und auch für den Umgang der Schüler miteinander finden sich neue Wege: über verschiedene inhaltliche Foren, Chaträume oder Wickis. Über alles das können sich die Eltern online oder in den regelmäßigen Treffen der offenen Arbeitskreise informieren und auch eigene Ideen einbringen.
3.
Wer entwickelt die Projektideen?
Alle Projektideen werden ausschließlich von den Lehrkräften der interaktiven Schulen entwickelt, durchgeführt und bewertet.
4.
Wie viele Unterrichtseinheiten werden jeden Monat neu eingestellt?
Derzeit werden an den interaktiven Schulen weit mehr als 100 Unterrichtseinheiten und Projekte durchgeführt. Diese werden von den durchführenden Lehrern beschrieben und evaluiert. Sobald die Dokumentationen der Unterrichtseinheiten abgeschlossen sind und von den Lehrern zur Veröffentlichung freigegeben werden, erscheinen sie auf dieser Website. Es gibt jedoch keine definierte Anzahl von Einheiten, die pro Monat erscheint.
5.
Kann ich eigene Projektvorschläge einstellen?
Zunächst nicht, da die hier vorgestellten Unterrichtsbeispiele nach ähnlichen Prinzipien aufgebaut sind und Selbstevaluationen durchgeführt werden. Darüber hinaus werden die Vorhaben teilweise auch gemeinsam über eine geschlossene Austauschplattform, zu der nur die interaktiven Schulen Zugang haben, besprochen und weiterentwickelt.
6.
Wird die Schule jetzt nach Hause verlegt, so dass die Schüler nicht mehr zur Schule gehen müssen?
Eindeutig nein. Die Schüler brauchen natürlich weiterhin den schulischen Alltag, der sie fachlich und sozial zu mündigen Bürgern macht. \"Schule interaktiv\" entwickelt jedoch in der Praxis gute und sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten von neuen Medien. Damit erarbeiten sich die Schüler eine ergänzende Qualifikation, die so genannte Medienkompetenz, die inzwischen bei Experten neben Schreiben, Lesen und Rechnen als vierte Schlüsselkompetenz gilt.
7.
Verliert denn nicht der Schüler den persönlichen Kontakt zum Lehrer und umgekehrt?
Nein, der Lehrer entwickelt sich aber zunehmend zum Moderator des Lernprozesses und ist nicht mehr der Vordenker der ganzen Klasse. Aber richtiges Lernen und auch der richtige Umgang mit neuen Medien, das Erkennen von Chancen und Gefahren muss erst gelernt werden und fällt weder den Lehrern noch den Schülern im Schlaf zu. Dazu müssen sich sowohl Lehrer wie auch Schüler auf einen ständigen Lernprozess einlassen, bei dem sie sich gegenseitig unterstützen können. Dieses neue Miteinander eröffnet für Lehr- und Lernprozesse ganz neue Chancen.
8.
Die Schüler sind doch heute oft weiter als ihre Lehrer im Umgang mit dem Computer, wie will der Lehrer den Schülern denn noch was beibringen?
Das stimmt, Schüler sind im Umgang mit dem Computer heute oft weiter als ihre Lehrer, weil sie meistens mit weniger Ehrfurcht vor der Technik sitzen und sich nach dem Prinzip \"trial and error\" durcharbeiten. Dennoch verfügen Schüler im wesentlichen über so genannte „Click-Kompetenzen“ und nutzen neue Medien aber kaum für ihre Lernprozesse. Bestenfalls ist eine Internetrecherche für die Hausaufgaben dabei. Und genau hier kommt die Kompetenz des Lehrers ins Spiel: Lehrer sind Experten in ihrem Fach und im reflektierten Handeln und können den Schülern das notwendige Rüstzeug mitgeben, um sich in der Mediengesellschaft erfolgreich und bewusst zu bewegen.
9.
Können die Schüler sich gegenseitig denn auch informieren, z.B. gemeinsame Referate erstellen?
Lehrer und Schüler der interaktiven Schulen haben Zugang zur geschlossenen Austauschplattform bzw. Lernplattform „moodle“. Über diese Plattform können Lehrer auch gemeinsame Hausaufgaben vergeben, wie z.B. ein gemeinsames Referat mehrer Schüler über Wickis oder gemeinsame Präsentationen, die in einem Forum besprochen werden können oder auch ein Expertenchat, das die Schüler als Hausaufgabe vorbereiten müssen. Diese Werkzeuge werden an den Schulen derzeit eingeführt. Moodle und weitere web2.0 Lernplattformen werden aber auch von vielen anderen Schulen genutzt und von allen gemeinsam weiterentwickelt.