Tipps aus dem Schulalltag

  1. Die konkrete Handhabung von Computern, digitalen Kameras oder Beamern müssen am jeweiligen Gerät erklärt werden, um Lehrern die Scheu vor der Technik zu nehmen. Meist können die Lehrer mit Office-Anwendungen umgehen, wissen nur nicht, wie zum Beispiel der Beamer mit dem Rechner verbunden wird. Daran kann der Einsatz dieser Medien scheitern.
  2. Die Fortbildung zum pädagogischen Tag war ein Gewinn für das Gesamtprojekt. Schüler haben Stationen vorbereitet und umgesetzt. Dabei ging es um Themen wie:

    • Beamer und Smartboard
    • Digitalfotoapparat, Videofilmen
    • Einführung in die Bedienung und Anschluss an den Computer
    • Einführung in Bedienung und Nutzung weiterer Ausstattung.
    Es wurden praktische Übungen durchgeführt und Fragen beantwortet, da alle Kollegen in Gruppen die Workshop-Stationen durchliefen. Das Bemühen der Schüler um erfolgreiche Workshop-Ergebnisse war toll und die Lehrer scheuten sich nicht, viele Fragen zu stellen. Für die weitere positive Entwicklung des Schulklimas war dieser Tag sehr wichtig und ein Nachahmen empfehlenswert.
  3. Fehler vermeiden kann man, wenn man nicht mit Macht die Kollegen zwingt, sofort ohne eine ausreichende schulinterne Fortbildung und Hilfestellung neue Medien im Unterricht einzusetzen. Wenn erst einmal etwas schief gegangen ist, kann man den Kollegen schwer von einem erneuten Versuch überzeugen.
  4. Ziel jeder Schule sollte eine verbindliche Grundbildung für jede Schülerin und jeden Schüler im Bereich der Informationstechnologie sein. Voraussetzungen sind klare und verbindliche Absprachen, welches Fach in welchem Jahrgang welchen Beitrag leistet.
  5. Moderne Medien können eine besondere Bedeutung gewinnen, wenn es darum geht, Schülerinnen und Schüler individuell zu fördern.
  6. Das Medienkonzept beschreibt die Arbeit mit den Medien und unterliegt naturgemäß ständiger Veränderung und Entwicklung. Beteiligung und Transparenz in der Entstehung, sowie Konsens in der Anwendung sind Bedingungen für die erfolgreiche Umsetzung.
  7. Eine professionelle Betreuung und Pflege der Hard- und Software ist eine conditio sine qua non für jede Schule von entsprechender Größe, die mit modernen Medien erfolgreich arbeiten möchte.
  8. Schülerinnen und Schüler sind uns Lehrern und Lehrerinnen oft im Umgang mit modernen Medien ebenbürtig oder überlegen. Diesen Umstand müssen wir annehmen und können ihn vielleicht sogar nutzen, um die klassische Rollenverteilung von Lehrkraft und Lernendem aufzubrechen.
  9. In Schulen wird viel zu oft das Rad neu erfunden. Moderne Medien sollten viel konsequenter für die Suche nach und den Austausch von Informationen genutzt werden. So genutzt, erleichtern die Medien die Arbeit und verbessern die Qualität.
  10. Eine aktive und kontinuierliche Arbeit der internen Koordinierungsgruppe oder einer beteiligten Gruppe von Lehrern und Schülern ist sehr wichtig.
  11. Die Haltung des Lehrerkollegiums zu Projektbelangen sollte in regelmäßigen Abständen eingeholt werden.
  12. Bestimmte Basiskompetenzen sollten für die Arbeit mit neuen Medien vorhanden sein, bzw. über gezielte Fortbildungsveranstaltungen oder schulintern Fortbildungen vermittelt werden.
  13. Der Faktor Nachhaltigkeit ist für die Koleg/innen sehr wichtig, damit sich der Mehraufwand bei der Vorbereitung medialer Unterrichtsvorhaben lohnt.