Häufig gestellte Fragen (FAQ)
1. Wie können Schulen an dem Projekt "Schule interaktiv" teilnehmen?
Das Projekt „Schule interaktiv“ ist ein dreijähriges Forschungs- und Entwicklungsprojekt, das gemeinsam mit vier Schulen durchgeführt wird. Wichtig ist dabei die Entwicklungen innerhalb der Schulen zu begleiten, festzuhalten und auszuwerten, um somit anderen Schulen Wege aufzuzeigen, die bei einem angestrebten Wandel der Lehr- und Lernkultur mit sinnvollem Einsatz neuer Medien beachtet werden sollten. Weitere Schulen können in das Projekt daher zunächst nicht aufgenommen werden.
2. Welche technischen Voraussetzungen muss man haben, um sinnvolle Unterrichtsvorhaben mit neuen Medien durchzuführen?
Die Ausstattung ist mit Computerräumen, bzw. Laptopklassen usw. an den meisten Schulen in Deutschland schon vorhanden. Die Mehrzahl von Unterrichtsvorhaben, die gezielte Medienkompetenzen der Schüler bewirken, lässt sich daher mit der vorhandenen Ausstattung und guten Ideen umsetzen.
3. Warum heißt das Projekt "Schule interaktiv"?
Der Projektname "Schule interaktiv" wurde ausgewählt, weil in diesem Projekt ganze Schulen über alle Fachbereiche hinweg eingebunden werden und Interaktion auf allen Ebenen stattfindet. Lehrer tauschen sich über Fächergrenzen hinaus aus. Die Lehrer/Schüler-Interaktion gewinnt z.B. über Lehrerfortbildungen, die von Schülern durchgeführt werden, neue Qualität und auch für den Umgang der Schüler miteinander finden sich neue Wege: über verschiedene inhaltliche Foren, Chaträume oder Wickis. Über alles das können sich die Eltern online oder in den regelmäßigen Treffen der offenen Arbeitskreise informieren und auch eigene Ideen einbringen.
4. Wer entwickelt die Projektideen?
Alle Projektideen werden ausschließlich von den Lehrkräften der vier interaktiven Schulen entwickelt, durchgeführt und bewertet.
5. Wie viele Unterrichtsvorhaben werden jeden Monat neu eingestellt?
Derzeit werden an den vier interaktiven Schulen mehr als 120 Unterrichtsvorhaben und Projekte durchgeführt. Diese werden von den durchführenden Lehrkräften beschrieben und evaluiert. Sobald die Beschreibungen der Vorhaben von ihnen zur Veröffentlichung freigegeben werden, erscheinen sie auf dieser Website. Es gibt jedoch keine definierte Anzahl von Vorhaben, die pro Monat erscheint.
6. Kann ich eigene Projektvorschläge einstellen?
Zunächst nicht, da die hier vorgestellten Unterrichtsbeispiele nach ähnlichen Prinzipien aufgebaut sind und Selbstevaluationen durchgeführt werden, die vom wissenschaftlichen Team begleitet werden. Darüber hinaus werden die Vorhaben teilweise auch gemeinsam über eine geschlossene Austauschplattform, zu der nur die vier interaktiven Schulen Zugang haben, besprochen und weiterentwickelt.
7. Wird die Schule jetzt nach Hause verlegt, so dass die Schüler nicht mehr zur Schule gehen müssen?
Eindeutig nein. Die Schüler brauchen natürlich weiterhin den schulischen Alltag, der sie fachlich und sozial zu mündigen Bürgern macht. "Schule interaktiv" entwickelt jedoch in der Praxis gute und sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten von neuen Medien. Damit erarbeiten sich die Schüler eine ergänzende Qualifikation, die so genannte Medienkompetenz, die inzwischen bei Experten neben Schreiben, Lesen und Rechnen als vierte Schlüsselkompetenz gilt.
8. Verliert denn nicht der Schüler den persönlichen Kontakt zum Lehrer und umgekehrt?
Nein, der Lehrer entwickelt sich aber zunehmend zum Moderator des Lernprozesses und ist nicht mehr der Vordenker der ganzen Klasse. Aber richtiges Lernen und auch der richtige Umgang mit neuen Medien, das Erkennen von Chancen und Gefahren muss erst gelernt werden und fällt dem Schüler nicht im Schlaf zu. Der Lehrer kann mit Unterstützung durch die neuen Medien viel individueller auf den einzelnen Schüler eingehen.
9. Die Schüler sind doch heute oft weiter als ihre Lehrer im Umgang mit dem Computer, wie will der Lehrer den Schülern denn noch was beibringen?
Das stimmt, Schüler sind im Umgang mit dem Computer heute oft weiter als ihre Lehrer, weil sie meistens mit weniger Ehrfurcht vor der Technik sitzen und sich nach dem Prinzip "trial and error" durcharbeiten. Dennoch nutzen Schüler neue Medien aber kaum für ihre Lernprozesse, sondern eher für die neuesten Computerspiele. Bestenfalls ist eine Internetrecherche für die Hausaufgaben dabei. Und genau hier kommt die Kompetenz des Lehrers ins Spiel: Lehrer sind Experten in ihrem Fach und können den Schülern das notwendige Rüstzeug mitgeben, um sich in der Mediengesellschaft erfolgreich und bewusst zu bewegen.
10. Können die Schüler sich gegenseitig denn auch informieren, z.B. gemeinsame Referate erstellen?
Lehrer und Schüler der interaktiven Schulen haben Zugang zur geschlossenen Austauschplattform, bzw. Lernplattform „moodle“. Über diese Plattform können Lehrer auch gemeinsame Hausaufgaben vergeben, wie z.B. ein gemeinsames Referat mehrer Schüler über Wickis oder gemeinsame Präsentationen, die in einem Forum besprochen werden können oder auch ein Expertenchat, das die Schüler als Hausaufgabe vorbereiten müssen. Diese Werkzeuge werden an den Schulen derzeit eingeführt und sind dann nach der ersten Bewertung ebenfalls in den Unterrichtsvorhaben zu finden.